Zum Jahresbeginn 2026 hat Johannes Jakob die Geschäftsführung der HK.DIGITAL GmbH übernommen. Als neuer CEO verantwortet er Team und Strategie – und bringt genau die Mischung mit, die das Unternehmen dafür braucht: langjährige Erfahrung sowohl in großen Konzernen als auch im Mittelstand, operative Führungserfahrung und einen klaren Fokus auf Umsetzbarkeit im realen Unternehmensalltag. Sein Anspruch: IoT für Kunden und Mitarbeitende erlebbar und praxistauglich machen – raus aus der Theorie, rein in das echte Leben.
Vom Großkonzern in den Mittelstand – bewusst
Johannes Jakob begann seine Karriere bei Siemens und Nokia Siemens Networks. Zehn Jahre lang arbeitete er in internationalen Großkonzernstrukturen, sammelte Erfahrung im Mobilfunk- und Netzausbauumfeld – und lernte dabei beide Seiten kennen: die Vorteile klarer Strukturen, aber auch die Kehrseiten wie beispielsweise fehlende Flexibilität.
Nach dieser Zeit entschied sich Johannes bewusst für einen weiteren beruflichen Weg im Mittelstand, mit einem klaren thematischen Schwerpunkt: Digitalisierung und neue Technologien. Über die Jahre betreute er ganzheitliche Projekte, in denen sich Maschinenbau immer stärker mit digitalen Prozessen verzahnte. Es folgten sieben Jahre Selbstständigkeit mit Cloud-Lösungen und Webanwendungen – und in dieser Zeit auch regelmäßige Projekte mit der HK-Gruppe.
„Aus der Dienstleisterrolle wurde dann der Wechsel in die Gruppe – weil mich das Potenzial und die eingeschlagenen Wege gereizt haben. Heute schätze ich besonders, innerhalb der Gruppe als CEO der HK.DIGITAL hohe unternehmerische Freiheit zu haben: Ich darf gestalten. Mit voller Verantwortung – und gleichzeitig positiv flankiert durch die Gruppe.“
Betriebswirtschaft als Basis – Digitalisierung als Kern
Johannes Jakob ist Diplom-Betriebswirt. Seine Laufbahn begann mit kaufmännischen Themen, viel Controlling und internationaler Konzernpraxis. Doch der Schwerpunkt hat sich verschoben. Betriebswirtschaft ist für ihn die Grundlage, um Zusammenhänge zu verstehen. Mittlerweile haben die Themenfelder digitale Anwendungen und digitale Lösungen mehr und mehr Bedeutung erlangt: Die BWL bleibt die Basis – Digitalisierung ist der Inhalt. Entscheidend sei für ihn nicht die vermeintlich richtige Lösung, sondern das tatsächliche Problem des Kunden:
„Mir geht es darum, Kundenprobleme so zu verstehen, dass wir im Team die passende Lösung finden – nicht zwingend die, die der Kunde sich ursprünglich vorstellt. Dabei sehe ich meine Rolle als eine Art Dolmetscher: Ich übersetze Kundenanforderungen für das IT- und Entwicklerteam – und wieder zurück.“
Ein nahtloser Übergang – und viel Vertrauen
Der Wechsel an der Spitze der HK.DIGITAL GmbH verlief nahtlos. Der bisherige CEO Joachim Müller wechselt als COO in die Unternehmensholding HK.SYSTEMS AG, zu der auch die HK.DIGITAL gehört. Für Johannes Jakob war dies ein idealer Start:
„Der Übergang von Joachim Müller zu mir war sehr gut. Joachim und Ralf (Krippner, CEO der HK.SYSTEMS AG) haben mir den Weg bereitet, mir von Anfang an extrem viel Freiheit gegeben und großes Vertrauen entgegengebracht. Das war eine sehr strukturierte, harmonische Übergabe. Und ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Sinne der gesamten Gruppe – vieles ist schon sehr eingespielt. Joachim hat in der HK.DIGITAL und in der gesamten Gruppe viele wichtige Impulse gesetzt. Diese möchte ich nicht nur fortführen, sondern gezielt weiterentwickeln.“
Dass er für die Mitarbeitenden kein Unbekannter ist, erleichtert den Übergang zusätzlich: Johannes arbeitete bereits früher für die HK.DIGITAL und kennt Unternehmen, Menschen und Kultur aus eigener Erfahrung.
Struktur, wo sie hilft. Freiheit, wo sie wirkt.
Aus der Großkonzernerfahrung bringt Johannes vor allem eines mit: ein tiefes Verständnis für Struktur und Organisation.
„Großkonzerne müssen Dinge sehr gut strukturieren, sonst kollabieren sie an sich selbst. Im Mittelstand fehlt diese Klarheit manchmal – mit der Folge paralleler Prozesse, redundanter Lösungen und unnötiger Komplexität.“
Gleichzeitig sieht er aber auch die Grenzen: starre Rollen, starke Silos, wenig Raum für interdisziplinäres Denken. Sein Ansatz verbindet beides:
- klare Strukturen, wo sie Orientierung geben
- Flexibilität, wo sie Mehrwert schafft
- ein generalistischer Blick über Themen hinweg
Drei Phasen für die Weiterentwicklung von HK.DIGITAL
Als CEO verfolgt Johannes Jakob eine klare Roadmap, die sich in drei Phasen gliedert:
Phase 1: Verstehen und erklären
HK.DIGITAL verfügt über ein sehr ausgereiftes, aber komplexes Produktportfolio. Die Herausforderung: Dessen umfassende Leistungsfähigkeit noch bekannter zu machen. Die Lösungen, Leistungen und Produkte sind vorhanden, nun sollen sie noch sichtbarer gemacht und problemorientiert aufbereitet werden. Nicht nur technisch, sondern vor allem auch verständlich.
„Viele Kunden brauchen Lösungen, ohne sich tief in die Technik einarbeiten zu wollen. Logistiker etwa müssen nicht wissen, wie IoT im Detail funktioniert – sondern welchen Mehrwert es für ihre Flotte bringt.“
Phase 2: Strukturieren und professionalisieren
Parallel dazu geht es um die interne Weiterentwicklung:
- Standardisierung von Themen
- Vermeidung von Doppelstrukturen
- klare Verzahnung von IoT-, Digital- und HMI-Kompetenzen
Diese Phase fügt sich nahtlos in die Strategie der gesamten HK.SYSTEMS-Gruppe ein.
Phase 3: Skalieren mit Nutzen
In der dritten Phase stehen Skalierungsmöglichkeiten im Fokus – ein klarer Vorteil digitaler Lösungen. Ziel ist es, Skalierung so zu nutzen, dass sie in idealer Kombination dem Kunden Mengen-, Geschwindigkeits- und Effizienzvorteile bringt sowie wirtschaftlich sinnvoll für HK.DIGITAL und die gesamte Unternehmensgruppe ist.
Führung auf Augenhöhe – mit Neugier und Vertrauen
Johannes Jakob arbeitet am liebsten mit Menschen, die intrinsisch motiviert sind, die Lust haben, etwas voranzubringen, neugierig sind und gestalten wollen. Hierarchien spielen für ihn dabei eine untergeordnete Rolle. Austausch auf Augenhöhe – vom Azubi bis zum Ingenieur – ist für ihn selbstverständlich. Er gibt gerne Freiraum, greift aber ein, wenn Ergebnisse ausbleiben. Dann geht es nicht um Kontrolle, sondern um gemeinsames Verstehen und Lernen.
„Wenn es nicht klappt, möchte ich herausfinden, warum – und dann gemeinsam eine Lösung entwickeln. Diese Haltung prägt auch meine Zusammenarbeit mit Kunden: zuhören, verstehen, ehrlich sein. Ich finde es wichtig, auch sagen zu können: Das decken wir nicht ab – aber ich kenne jemanden, der helfen kann.“
So entstünden Vertrauen, tragfähige Netzwerke und langfristige Partnerschaften – gerade in einem so vielschichtigen Feld wie der Digitalisierung.
Der Mensch hinter dem CEO
Johannes Jakob ist seit fast 25 Jahren verheiratet, Vater von drei Kindern – Familie ist ein zentraler Bestandteil seines Lebens. Er liest gern echte Bücher, ist ein Fan ihrer Haptik, hört Podcasts und Hörbücher mit historischem oder technischem Bezug und ist sportlich aktiv: Skifahren, Radfahren, früher Leichtathletik, Fechten und Reiten. Ein besonderes Erlebnis im vergangenen Jahr: eine Theaterrolle im Rahmen einer 1250-Jahr-Feier – als Bürgermeister.
„Dieses gemeinsame Hinarbeiten auf ein Projekt, besser werden, in eine Rolle eintauchen – das hat mir unglaublich viel Energie gegeben. Und da gibt es auch durchaus Parallelen zu meiner Position als CEO: Ich kann Impulse setzen, Stimmung prägen, Menschen begeistern – immer transparent und wahrheitsgetreu. Alles andere widerspricht meinen Werten.“
